Tüddelchen

tueddelchen

Bin ich denn, verdammt noch mal, der letzte Mensch, der nicht beim Reden dauernd Anführungszeichen in die Luft fingert? Eine Seuche ist das.

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Pinocchio beim Twister

Ich mache den herabschauenden Hund. Den gibt´s also wirklich. Ich dachte immer, das sei so eine Verballhornung, wie eierlegende Wollmilchsau. Der herabschauende Hund tut weh. Ich wusste nicht, dass Yoga wehtun darf.

Der Hund schaut so ungefähr im Mittelteil der ersten Yogastunde meines Lebens herab. Er markiert den vorläufigen Höhepunkt meiner Qual und den Startpunkt meiner Schande.

Begonnen hat die Stunde mit einer Meditation im Schneidersitz. Um zur Ruhe zu kommen. Im Schneidersitz? Hallo? Wie soll man denn zur Ruhe kommen, wenn einem der Rücken schmerzt, als stecke ein Krumsäbel drin und die Knie von mittelschwerem Tremor befallen sind. Die Hände sollen ruhig auf den Knien liegen. Die Finger zu einer Geste geformt, die in anderen Milieus den Darmausgang symbolisiert und Ärger bringen kann. Im Schneidersitz hingegen hindert einen diese Geste nur daran, sich an den Knien festzuhalten. Das wäre entspannend, weil dann die stahlharte Wirbelsäule aufhören könnte, die ungeschmeidigen Rückenmuskeln zu triezen.

Ganz entspannt. Wenn die nette junge Frau da vorne, Jessy mit Namen, noch einmal entspannt sagt, hau ich ihr ganz achtsam eine rein. Aber dafür fehlt mir im Schneidersitz Spielraum und Kraft. Und überhaupt: ich soll ja atmen. Ganz entspannt. Ich soll meinen Atem mal hören, mal spüren, ich soll ihm nachschauen und ihn entweichen lassen. Denke wieder an den Darmausgang. Aber das kann sie nicht gemeint haben.

Das mit dem Atmen ist das Schwerste. Ich kann ganz gut atmen. Ich atme schon seit 55 Jahren fast unfallfrei und habe nie wirklich damit aufgehört. Ich muss nicht mal darüber nachdenken. Ich habe den schwarzen Gürtel im Durchatmen und ein Diplom im Abstottern der Sauerstoffschuld. Ich atme einfach so. Das ist alternativlos.

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Das Yoga-Paradoxon: Junge, geschmeidige Frauen behaupten, dass Yoga besonders gut sei für alte, verrostete Männer. (Foto mit freundlicher Genehmigung des Vereins Yoga für alle e.V.)

Und das ist vermutlich das Problem, denn das Yoga-Atmen ist das Gegenteil von meinem Atmen. Immer wenn die Yoga-Domina Ausatmen anordnet, bin ich gerade beim Einatmen. Will ich das korrigieren, komme ich aus dem Flow und verliere meine Mitte und meine Kontrolle – das ist natürlich saublöd beim Yoga, ein yogisches Foul. Und deshalb verliere ich auch noch meine Selbstachtung.

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Poetry Schlamm-Catchen

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Ob der nächste Gernhardt heute schon unerkannt auf einer Poetry Slam-Bühne steht?

Ich war bei meinem ersten Poetry Slam. Als Zuschauer. Ich kann also nicht behaupten, dass meine Beobachtungen repräsentativ sind, aber schildern will ich sie trotzdem.

Acht Slammer traten an. Sieben Zwerge und ein Schneewittchen, möchte ich kalauern. Kann man echt so sagen, denn die Dame war die größte (körperlich fast, aber sprachlich auf jeden Fall) und hat die Schlacht am Ende auch gewonnen.

Zusammengefasst kann man sagen:

Wenig Poesie, viel Prosa.

Wobei sich die Prosa weitgehend auf die Gattungen „Besinnungsaufsatz“ und „unfertige Kurzgeschichte“ beschränkte. Nur einer der Kandidaten brachte fertige, ganz witzige und gut gebaute Kurzgeschichten zu Gehör. Er wurde verdient Zweiter. Weiterlesen

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Vorbilder 001

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Weisheit 1

Wenn eine Frau dich nicht mehr haben will, dann hat es keinen Sinn sie anzubetteln, dich wieder zurück zu nehmen. Ich weiß das. Ich habe mehr Zeit auf meinen Knien verbracht als sonst ein Hetero in Amerika.

Alan Harper in Two and a Half Man

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Altern als Chance

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So sah George Clooney 1985 aus. Da war er 24. Er hat mit den Jahren merklich gewonnen.

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Männer & Alkohol

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10 Sätze, die ich als Vater nie sagen wollte und dann doch irgendwann gesagt habe

  1. Als ich so alt war wie du …Checkliste
  2. Ich scheuer dir gleich eine …
  3. So lange ich das alles bezahle …
  4. Frag Mama …
  5. Mach den Krach leiser …
  6. Am einfachsten ist es, du tust, was der Lehrer sagt …
  7. Das Leben ist eben nicht immer gerecht …
  8. Gib Oma einen Kuss …
  9. Wenn du mal groß bist, wirst du das verstehen …
  10. In Afrika hungern die Kinder und du …
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my-killer.com – Ein Dramulette

mord

Mitschnitt eines Radio-Interviews

Herr, ja, wie darf ich sie nennen? Ihren richtigen Namen geben Sie ja nicht preis?

Nennen Sie mich Hein. Freund Hein.

Gut, Hein, sie sind zum Online-Unternehmer des Jahres gewählt worden mit einer – nun ja – sehr außergewöhnlichen Idee.

Ja.

Sie haben ein Internetportal für Auftragsmorde ins Leben gerufen: my-killer.com. Wie sind Sie auf diese Idee gekommen?

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10 Sachen, die man mit über 50 nicht mehr machen sollte

  1. Hinter öffentlichen Verkehrsmitteln herlaufenCheckliste
  2. Auf der Straße Bier trinken
  3. Menschen anbrüllen
  4. Sätze mit „Ey Digga“ beginnen
  5. Am Ballermann feiern
  6. Öffentlich Nacktbaden
  7. T-Shirts mit lustigen Sprüchen tragen
  8. Ego-Shooter-Spiele spielen
  9. Sein Essen fotografieren
  10. Basecaps tragen
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